Oberfranken: Mittwoch

Haus beim Sepp

Haus beim Sepp

Die Ankunft in Oberfranken war ein Wechselbad der Gefühle. Der erste Eindruck beim Eintreffen in Loch am „Haus beim Sepp“: ruhig gelegen, nettes Holzhaus, Sonne, sogar mit Terrasse. Also alles gut. Doch die Freude ging schnell in Panik über, als die anderen Reisegruppenmitglieder von der Ankunft unterricht werden sollten: Kein HANDYempfang! Äh – hatten wir darauf nicht extra geachtet bei der Wohnungssuche??? Da dämmerte es … Wir hatten auf INTERNETempfang geachtet, da es daran die letzten Male haperte … Und Wlan ist ja da. Mh, naja, ok … Gibt es halt diesmal Internet ohne Handy statt Handy ohne Internet.

18_Mi_Hollfeld_10Und noch an diesem Abend wird sich herausstellen, dass es glatte 4 km braucht, bis sich Handyempfang einstellt. Daher wird sich ab jetzt folgendes Muster einstellen, wenn wir zu einem Ausflug aufbrechen: Abfahrt bzw. Ankunft – Handy raus – Telefonate erledigen, SMS checken … Wir sind verrückt! (Ja, ok, Tobias wird jetzt schon als den Kopf schütteln – ER hatte ja ein Handy mit Empfang …) Heißt der Ort etwa deswegen (Funk)Loch!?

Hausbesichtigung und Zimmerverteilung

So, nach dem ersten Schock wurde erst einmal das Haus besichtigt. Spannend … Eine kleine Skepsis machte sich breit. Eigentlich ist das Haus voll schön. Nur irgendwie – die Einrichtung wirkt alt und erinnert uns an Flohmarkt-Zusammenwürfelung. Und nicht nur uns, wie wir später im Gästebuch lesen werden. Egal. Wir haben uns wohnlich eingerichtet. Und nach einigem Hin und Her waren auch die drei Wohnungen und fünf Schlafzimmer verteilt. Wobei Samuel nach der Verteilung feststellte:

„Hier bei euch in der Mitte ist es eigentlich viel besser, da ist ja die Küche viel dichter!“

Und da bei Claudia noch ein Bett frei war, zog er kurzerhand dorthin um. Zumindest für zwei Nächte, danach wird mit Gideon getauscht, Gerechtigkeit muss ja sein!

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Einkaufsbummel

Nach den positivem Erfahrungen mit dem Tourbus im vergangenen Jahr ist er auch diesmal mit dabei, auch wenn die Anreise nach Loch nicht gemeinsam erfolgen konnte (Tobias und Claudia ausgenommen). Und so starteten wir nach der ersten Eingewöhnung gleich zum Norma in Hollfeld, um die noch fehlenden mehr oder weniger überlebenswichtigen Lebensmittel zu besorgen. Während sich Sandra dort auf das Wesentliche konzentrierte, schweiften die Gedanken der anderen beim Anblick von Sonnenschirmen & Co etwas ab … Eine kurze Diskussion, ob wir Lachs zum Frühstück brauchen oder nicht, beendete Martin mit einem entschiedenen

„Sind wir im Urlaub oder wollen wir sparen!?“

Am Ende war es gut, dass wenigstens eine (Danke, Sandra!) dafür gesorgt hat, dass wir nicht hungern müssen, denn irgendwie haben sich zwei Gartenmöbelabdeckungen in den Einkaufswagen geschmuggelt … 18_Mi_Hollfeld_01

Hollfeld und Antonio

Schließlich haben wir einen ersten Rundgang durch Hollfeld gemacht. Wir entdeckten das künstlerische Ideenhaus, einen Bäcker, der am Feiertag offen hat (zur späteren Bestellung wird die Brötchenauswahl sicherheitshalber per Bild dokumentiert), Parkuhren aus der Vergangenheit, die Gideon und Samuel schon gar nicht mehr kennen, die Terrassengärten, die wir wann anders noch besichtigen werden, und sind schießlich bei Antonio gelandet, dem Pizzabäcker, der uns bei einem nächsten Besuch noch erstaunen wird. So konnte der erste Tag wunderbar ausklingen! 18_Mi_Hollfeld_02 18_Mi_Hollfeld_04 18_Mi_Hollfeld_22 18_Mi_Hollfeld_23 18_Mi_Hollfeld_29 18_Mi_Hollfeld_40

 

Pizzabäcker Antonio

Pizzabäcker Antonio

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PS

Ob vielleicht gar nicht das Funkloch, sondern dieses Felsloch, das wir auf der Rückfahrt von Hollfeld entdeckt haben, Namensgeber für das Örtchen Loch ist?! DSC07435